Erbschaftssteuer & Schenkungssteuer 2018

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Information rund um Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Höhe der Steuerlast berechnen und mit welchen einfachen Methoden Sie die Steuerlast legal und einfach senken können.

„Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer“

(Benjamin Franklin)

Im Fall des Vererbens fallen diese beiden Dinge sogar zusammen. An Ihrem Erbe möchte der Staat noch etwas verdienen und erhebt eine Erbschaftssteuer. Sie ist eine der ältesten Steuern überhaupt reicht zurück bis ins Alte Agypten. Im Römischen Reich betrug die als Besitzwechselabgabe benannte Steuer bereits fünf Prozent.

Die heutige Form des Erbschaft- und Schenkungssteuer hat ihren Ursprung im Erbschaftssteuergesetz des Deutschen Reiches von 1906. In Deutschland ist die Besteuerung von Erbschaft und Schenkung im Verantwortungsbereich der Bundesländer. Sie sind auch der Empfänger der Erbschaftssteuer.

Wer ist Steuerschuldner der Erbschaftssteuer?

Prinizipell ist immer derjenige, der das Vermögen vererbt bekommt auch der Steuerschuldner. Dies können auch mehrere Personen gleichzeitig sein, wenn bspw. mehrere Erben eingesetzt sind oder es weitere Pflichtteilsberechtigte gibt. Die Höhe der Erbschaftssteuer berechnet sich aus dem konkreten Anteil des jeweiligen Erben. Es erfolgt keine pauschale Besteuerung des Nachlasses. Die Erbschaftssteuer ist vom „Erwerber“ des Vermögens zu entrichten und bemisst sich nach seinem Steuersatz für die Erbschaft.

Bei einer unbeschränkten Erbschaftssteuerpflicht – wenn Erblasser oder Erbe den Wohnsitz in Deutschland haben – besteht die Pflicht zur Versteuerung des gesamten Vermögens (in- und Auslandsvermögen). Handelt es sich um eine beschränkte Erbschaftssteuerpflicht, wird nur das innländische Vermögen besteuert.

Wo ist der Unterschied zwischen Erbschafts- und Schenkungssteuer?

Die gesetzliche Grundlage von Erben und Schenken ist im deutschen Steuerrecht einheitlich im Ebschaftssteuerrecht geregelt. Per Definition ist eine Erbschaft ein Vermögenserwerb von Todes wegen, während eine Schenkung unter Lebenden erfolgt.

Die Zusammenlegung von Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer in ein gemeinsames Gesetz dient dem Zweck, dass die eventuell anfallende Erbschaftsteuer nicht durch Schenkungen kurz vor dem Tod umgangen werden kann.

Was unterliegt dem Erbschaftssteuergesetz?

§1 Abs. 1 ErbStG regelt die Steuergegenstände für Erbschaft bzw. Schenkung. Der Erbschaftsteuer / Schenkungssteuer unterliegen

  1. Der Erwerb von Todes wegen (z.B. im Rahmen einer Erbschaft)
  2. Die Schenkung unter Lebenden (z.B. Zuwendung an Enkelkind)
  3. Zweckzuwendungen und das Vermögen einer Stiftung (in bestimmten Fällen)

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Steuer bei Erbschaft & Schenkung

In diesem Abschnitt finden Sie die grundlegenden Informationen zu Steuerklassen, Steuerfreibeträgen, Versorgungsausgleich und dem Steuersatz für Erbe und Schenkung nach dem Erbschaftssteuergesetz.

Welche Steuerklassen bei Erbschaft und Schenkung gibt es?

In Deutschland gibt es drei unterschiedliche Klassen für die Erbschaftssteuer bzw. Schenkungssteur. Die Einteilung basiert auf dem persönlichen Verhätnis zwischen dem Erblasser/Schenker und dem Erben/Beschenkten.

Steuerklasse 1:

  • Eheleute und eingetragene Lebenspartner
  • Kinder und Stiefkinder
  • Alle weiteren Nachkömmlinge der Kinder und Stiefkinder
  • Eltern, Großeltern und Urgroßeltern (bei Erwerb von Todes wegen)

Steuerklasse 2:

  • Eltern, Großeltern und Urgoßeltern (bei Schenkungen)
  • Geschwister und Kinder der Geschwister (Nichten, Neffen)
  • Stief- und Schwiegereltern
  • Schwiegerkinder
  • geschiedene Ehegatten und beendete Lebenspartnerschaften

Steuerklasse 3:

  • alle übrigen Personen, die nicht in Steuerklasse 1 oder 2 fallen

Wie hoch ist der Erbschaftssteuer Freibetrag?

Ebenso wie bei der Einteilung in die jeweiligen Steuerklassen, ist auch der Freibetrag für die Erbschaftssteuer und Schenkungssteuer vom bestehenden Verwandschaftsverhältnis abhängig. Seit der Erbschaftssteuerreform gelten für Ehepartner und Kinder mit 500.000 Euro bzw. 400.000 sehr hohe Freibeträge bei Erbschaft und Schenkung.

Für Enkelkinder erhöht sich der Erbschaftssteuer-Freibetrag auf ebenfalls 400.000 Euro, wenn beide Eltern bereits verstorben sind. Ansonsten können Beträge bis zu 200.000 Euro erbschafts- bzw. schenkungssteuerfrei übertragen werden.

Deutlich geringer sind die Freibeträge für Geschwister, Nichten und Neffen sowie für Eltern und Großeltern. Summen bis zu 20.000 Euro sind hierbei von der Schenkungsteuer bzw. Erbschaftsteuer befreit.

Wichtiger Hinweis: Der Schenkungsfreibetrag kann alle 10 Jahre erneut genutzt werden. So können bspw. an Eltern, Geschwister, Nichten oder Neffen alle 10 Jahre 20.000 ohne Schenkungssteuer übertragen werden.

Verwandtschaftsverhältnis
Steuerklasse
Freibetrag
Eheleute und Lebenspartnerschaft Klasse 1 500.000 Euro
Kinder, Stiefkinder und Adoptivkinder Klasse 1 400.000 Euro
Enkel (Eltern sind verstorben) Klasse 1 400.000 Euro
Enkel (Eltern sind am Leben), Urenkel  Klasse 1  200.000 Euro
Eltern, Großeltern bei Erbschaft  Klasse 1  100.000 Euro
Eltern, Großeltern bei Schenkung  Klasse 2  20.000 Euro
Geschwister, Nichten und Neffen  Klasse 2  20.000 Euro
Stief- und Schwiegereltern, Schwiegerkinder  Klasse 2  20.000 Euro
Geschiedene Ehegatten / beendete Lebenspartnerschaften  Klasse 2  20.000 Euro
Alle übrigen Personen  Klasse 3  20.000 Euro
Steuerklassen und Freibeträge der Erbschaftssteuer

Gibt es einen zusätzlichen Versorgungsfreibetrag bei Erbschaft?

Zusätzlich zu den genannten Freibeträgen gibt es bei Erbschaften einen Versorgungsfreibetrag. Dieser ist ausschließlich für Eheleute beziehungsweise Personen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben sowie für Kinder bis zum 27. Lebensjahr.
Für Eheleute und Lebenspartner beträgt der Versorgungsfreibetrag 256.000 Euro. Bei Kindern ist die Höhe des Versorgungsfreibetrages abhängig vom Lebensalter:

  • bis 5 Jahre: 52.000 Euro
  • 5 bis 10 Jahre: 41.000 Euro
  • 10 bis 15 Jahre: 30.700 Euro
  • 15 bis 20 Jahre: 20.500 Euro
  • 20 bis 27 Jahre: 10.300 Euro

Welche sachlichen Freibeträge bei Erbschaft gibt es?

Zusätzlich zu den Freibeträgen nach dem Verwandtschaftsverhältnis gibt es einen so genannten sachlichen Freibetrag, der die Erbschaftssteuer reduziert. Dabei handelt es sich um die Besitztümer des Erblassers wie bspw. ein Auto, Schmuck, Kunst oder Gebrauchsgegenstände des Hausrats wie Möbel oder Elektrogeräte.

Der Freibetrag für den Hausrat beträgt 41.000 Euro und für alle sonstigen Dinge nochmals 12.000 Euro (§13 Abs.1 Nr.1 ErbStG)

Gilt für selbstgenutzen Wohnraum eine Steuerbefreiung bei Erbschaft oder Schenkung?

§ 13 Abs. 1 Nr. 4a bis 4c Erbschaftssteuergesetz regelt die Steuerbefreiung bei Vererbung und Schenkung von selbst genutztem Wohnraum. Unterschieden wird dabei zwischen Erbschaft und Schenkung unter Eheleuten bzw. Lebenspartnern sowie der Vererbung an Kinder. Die Regelung gilt für alle Immobilien innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes.

  1. Schenkung einer Immobilie
    Von der Schenkungssteuer bei der Übergabe einer Immobilie befreit ist ein Ehegatte bzw. Lebenspartner immer dann, wenn „darin eine Wohnung zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird (Familienheim)“ (§13. Abs.1 Nr.4a ErbStG).
  2. Erbschaft einer Immobilie
    Von der Erbschaftssteuer bei der Übergabe einer Immobilie befreit ist ein Ehegatte bzw. Lebenspartner immer dann, wenn der Erblasser die Wohnung bis zu seinem Tod genutzt hat und der erwerbende Ehegatte bzw. Lebenspartner die Wohnung unverzüglich selbst nutzt. Die Steuerbefreiung ist weiter daran geknüpft, dass der erbende Ehegatte bzw. Lebenspartner die Wohnung mindestes 10 Jahre selbst nutzt (§ 13 Abs.1 Nr.4b ErbStG).
  3. Erbschaft einer Immobilie durch Kinder bzw. Enkelkinder
    Für Kinder gilt die Steuerbefreiung von der Erbschaftssteuer immer dann, „wenn sie die Selbstnutzung unverzüglich aufnehmen und (…) die Wohnfläche der Wohnung 200m² nicht übersteigt (§13 Abs.1 Nr.4c ErbStG)

Wie ist die Besteuerung einer vermieteten Immobilie?

Ebenso wie für die selbstgenutzte Immobilie dient als Grundlage für die Festsetzung der Erbschaftssteuer der Verkehswert der Immobilie. Anders als bei der Eigennutzung wird eine vermietete Immobilie mit 90 Prozent des Verkehrswertes angesetzt und fließt in das gesamte Reinvermögen mit ein.

Wie ist für Betriebsvermögen die Erbschaftssteuer geregelt?

Die Bewertung des Betriebsvermögens erfolgt seit 2009 durch ein vereinfachtes Ertrwagswertverfahren. Ziel ist eine möglichst korrekte Bestimmung des aktuellen Wertes des Betriebes bei Vermeidung teurer Bewertungsverfahren durch Gutachter. Seit der Erbschaftssteuerreform ist vor allem im Fall der Betriebsnachfolge eine große Steuererleichterung eingetreten – unabhängig der Steuerklasse ist der Erwerber unter bestimmten Voraussetzungen großteils oder sogar komplett von der Erbschaftssteuer befreit. Die Wahl, welches Verfahren nach §13a ErbStG angewendet wird, hat dabei der Erwerber. 

  1. Regelverschonung zu 85 Prozent
    Hierbei sind 85 Prozent des Vermögens von der Erbschaftssteuer befreit. Voraussetzung: Der Betrieb muss mindestens fünf Jahre weiter fortgeführt werden und bei mehr als fünf Mitarbeitern darf eine bestimmte Lohnsumme in diesen fünf Jahren nicht unterschritten werden. Die maßgbeliche Ausgangslohnsumme berechnet sich aus den fünf Jahren vor Entstehung der Erbschaft. In den fünf Jahren nach Betriebsübernahme darf je nach Mitarbeiteranzahl die Lohnsumme nicht unter einen bestimmten Prozentsatz fallen.
  2. Optionsverschonung zu 100 Prozent
    Von der Erbschaftssteuer befreit sind zunächst 100 Prozent des Vermögens. Die Betriebsfortführung muss bei der Optionsverschonung mindestens sieben Jahre dauern und die Lohnsummen dürfen ebenfalls nicht unter bestimmte (höhere) Prozentsätze fallen.

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Wie hoch ist die Erbschaftssteuer?

Zwei Faktoren bestimmen die Höhe der Erbschaftssteuer: Die Steuerklasse bestimmt durch das Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser und die Höhe des zu versteuernden Erbes / Vermögens.
Für die Berechnung des Reinvermögens als Grundlage für die Erbschaftssteuer werden alle noch bestehenden Schulden und Verbindlichkeiten sowie die Erbschaftssteuer-Freibeträge abgezogen. Aus dem Reinvermögen der Erbschaft ergeben sich die Steuersätze für den jeweiligen Erben / die jeweiligen Erben.

Bewertung des Vermögens

Um den Wert des zu steuerrelevanten Vermögens zu ermitteln gelten unterschiedliche Bewertungsverfahren. Dabei ist die Bewertung des Geld- bzw. Bankguthabens die einfachste Variante. Etwas aufwendiger gestaltet sich die Ermittlung des Vermögenswertes von Aktien, Versicherungen oder Immobilien. Grundsätzlich ist für die Erbschaft- und Schenkungssteuer der gemeine Verkehrswert maßgeblich.

Die Bewertung erfolgt anhand dieser Maßstäbe:

  • Geld- und Bankguthaben: tatsächlicher Nennwert (Kontostand)
  • Wertpapiere: Depotwert am Todestag
  • Versicherungen: Auszahlungssumme bzw. Kapitalwert oder Rückkaufswert
  • Offene Forderungen: tatsächlicher Nennwert
  • Vermietete Immobilien: 90% des Verkehswertes
ErbschaftSchenkung
Steuerklasse1
Steuerklasse2
Steuerklasse3
75.000 Euro 7 % 15 % 30 %
300.000 Euro 11 % 20 % 30 %
600.000 Euro 15 % 25 % 30 %
6.000.000 Euro 19 % 30 % 30 %
13.000.000 Euro 23 % 35 % 50 %
26.000.000 Euro 27 % 40 % 50 %
über 26.000.000 Euro 30 % 43 % 50 %

Werden Schulden bei Erbschaft abgezogen?

Für die Ermittlung der Erbschaftssteuer muss zunächst das Reinvermögen ermittelt werden. Alle bestehenden Verbindlichkeiten und Schulden werden dabei abgezogen und reduzieren das zu versteuernde Erbe. Zu diesen Nachlassverbindlichkeiten gehören:

  • Schulden und Verbindlichkeiten des Erblassers
  • Bestattungskosten und Grabpflege
  • Kosten für die Abwicklung des Nachlasses (bspw. Notar)
  • Nachzahlungen Einkommensteuer

Berechnungsbeispiel: Erbschaftssteuer berechnen

Person A hinterlässt bei seinem Tod ein Vermögen von 500.000 Euro. Zusätzlich existiert ein Hausrat im geschätzten Wert von 30.000 Euro, ein Auto im Wert von 10.000 Euro und Schmuck im Wert von 12.000 Euro. Aktuell ist noch eine Einkommensteuer-Schuld von 5.000 Euro zu begleichen und es bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 45.000 Euro. Person B ist Alleinerbe und die Nichte von Person A.

Gesamtvermögen
Geld-Vermögen
Hausrat
Sonstige Gegenstände
Insgesamt:
in Euro
500.000,-
30.000,-
22.000,-
552.000,-
Freibeträge
Freibetrag als Nichte
Freibetrag für Hausrat
Freibetrag für sonstige Gegenstände
in Euro
20.000,-
41.000,-
12.000,-
Abzüglich Nachlassverbindlichkeiten
Offene Schulden
Einkommensteuer
Bestattungskosten
in Euro
45.000,-
5.000,-
10.000,-
Reinvermögen der Erbschaft 430.000,-
Steuersatz Erbschaftssteuer 25 Prozent
Erbschaftssteuer insgesamt 107.500,-

Nach Anrechnung der Freibeträge und Abzug der Nachlassverbindlichkeiten beträgt das Reinvermögen für den Erben (Person 2) 420.000 Euro. Als Nichte ist die Steuerklasse 2 relevant und für ein Vermögen zwischen 300.001 Euro und 600.000 Euro fällt eine Erbschaftssteuer von 25 Prozent an.

Ausnahme bei der Berechnung nach § 19 Abs. 3 ErbStG

Wenn das Reinvermögen genau oberhalb der Grenze zu dem nächsthöreren Erbschaftssteuer-Satz liegt, würde die Steuerbelastung dadurch unverhältnismäßig hoch steigen. Bei bspw. 600.000 Euro beträgt der Steuersatz in Klasse 2 25 Prozent, bei 600.100 Euro beträgt er bereits 30 Prozent. Durch die 100 Euro höhere Erbschaft würde die Erbschaftssteuer von 150.000Euro auf 180.030 Euro steigen.

Das Erbschaftssteuergesetzt sieht für solche Fälle jedoch eine Ausnahmeregelung vor. Durch eine höhere Erbschaft darf der Erbe nicht unverhätnismäßig benachteiligt werden, wenn er eine Wertgrenze nur wenig überschreitet. In dem Fall wird der Steuersatz der darunter liegenden Wertgrenze herangezogen und lediglich der Betrag, der oberhalb der Wertgrenze ist zusätzlich mit 50 bzw. 75 Prozent versteuert. In genanntem Beispiel würde die Berechnung der Erbschaftssteuer so erfolgen:

  • 600.000 Euro x 25% = 150.000 Euro
  • 100 Euro x 50% = 50 Euro
  • Erbschaftssteuer Insgesamt: 150.050 Euro

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Weitere Informationen zur Erbschaftsteuer

Hier erfahren Sie weitere wichtige Informationen zu steuerlichen Gesichtspunkten aber auch generell zum Thema Erben und Kosten einer Erbschaft.

Erbschaftssteuer bei Auslandserbe?

Wo ist eigentlich die Erbschaftssteuer zu bezahlen, wenn der Erblasser im Ausland gewohnt hat oder das Vermögen im Ausland ist? Pauschal lässt sich dies nicht benatworten, es gilt allerdings folgender Grundsatz nach deutschem Recht: bei unbeschränkter Erbschaftssteuerpflicht, unterliegt das gesamte Erbe der deutschen Erbschaftssteuer. Unbeschränkt ist die Steuerpflicht dann, wenn entweder Erblasser oder der Erbe Inländer war bzw. ist.

Bei Auslandsvermögen spielen alledings noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Liegt ein Doppelbesteuerungsabkommen vor?
  • Ist es bewegliches Vermögen (Geldvermögen) oder unbewegliches Vermögen (Immobilie)?
  • Wie ist die Staatsangehörigkeit des Erblassers?
  • Wo ist der Wohnsitz des Erben?

Diese Fragen sind entschiedend, ob und inwiefern die Erbschaftssteuer in Deutschland, in einem anderen Staat oder sogar in beiden Ländern anfällt. Jedes Land hat eigene und teilweise stark unterschiedliche Gesetze zur Erbschafts- und Schenkungssteuer. Bei Auslandsvermögen ist deswegen eine fachmännische Beratung durch einen Steuerberater unumgänglich. Nur so können Sie sicher sein, die Erbschaftssteuer korrekt beglichen und dabei auf das Minimum reduziert zu haben.

Frist und Fälligkeit der Erbschaftssteuer

„Die Erbschaft einfach verheimlichen“ – eine nette Idee, von der jedoch dringend abzuraten ist. Die Meldung über den Tod einer Person erlangen das Finanzamt auf vielen Wegen. Behörden, Banken und Versicherungen melden Todesfälle routinemäßig weiter. Das Verschweigen ist daher sinnlos.

Für die Meldung über die Erbschaft oder auch Schenkung ist eine Frist von drei Monaten nach Bekanntwerden gesetzlich vorgesehen. Innerhalb dieser Frist muss dem Finanzamt eine Mitteilung über die Erbschaft oder Schenkung zugehen. Dabei enthalten sollte sein der Name des Erben und Erblassers, der Todestag bei Erbschaft, der Wert des Erbes bzw. der Schenkung sowie das persönliche Verhätnis zwischen Erblasser und Erbe bzw. zwischen Schenker und Beschenktem.

Finanzamt fordert zur Erbschaftssteuererklärung auf

Ist die Erbschaft beim Finanzamt gemeldet, wird durch den Fiskus die Notwendigkeit einer Erbschaftssteuererklärung geprüft. Die Abgabe der Steuererklärung ist in der Regel immer dann notwendig, wenn die Erbschaftssteuerfreibeträge überschritten werden und eine Erbschaftssteuer anfällt. Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung beträgt einen Monat, kann aber auf Antrag verlängert werden.

Die Fälligkeit der Erbschaftsteuer bzw. Schenkungsteuer ist im Steuerbescheid durch das Finanzamt geregelt. Auf Antrag kann der Fiskus die Steuerschuld stunden.

Ist der Erbe zum Zeitpunkt der Erbschaft noch minderjährig und erhält das Erbe erst zum 18. Geburtstag, dann handelt es sich dabei um eine aufschiebende Bedingung und die Erbschaftssteuer entsteht erst zum Zeitpunkt des tatsächlichen Erbes

Erbschaftsregelung mit dem Berliner Testament

Eine gängige Regelung beim Berliner Testament ist es, dass beide Ehegatte sich gegenseitig als Erbe einsetzen und erst nach dem Tod beider Ehegatten die Kinder erben (Ausnahme: Pflichtteil). In dieser Form – der so genannten Einheitslösung – verschmilzt das Vermögen beim Tod des ersten Ehegatten zu einer einzigen Vermögensmasse. Erst bei Tod des zweiten Ehegatten geht die Erbschaft an die Kinder (Schlusserben) über.

Somit ist das Vermögen des Erstverstorbenen zweimal der Erbschaftssteuer unterworfen. Gerade bei größeren Vermögen kann es sinnvoll sein, die steuerlichen Freibeträge bereits beim Tod des ersten Ehegatten auszunutzen und die Kinder und Enkelkinder teilweise als Erben mit einzusetzen.

Erbschaft bei zwei Kindern mit gleichem Anteil

Diese Form ist in Deutschland wohl eine der am weitesten verbreiteten. Stirbt der letzte Elternteil erhalten zwei oder mehr Kinder das Erbe zu gleichen Teilen. Da jedes Kind separat den Freibetrag von 400.000 Euro in Anspruch nehmen kann, fällt die Erbschaftssteuer erst bei einem größeren Vermögen an.

Wichtiger in diesem Fall ist jedoch die Aufteilung des Erbes. Gehört zum Vermögen bspw. ein schuldenfreies Haus im Wert von 400.000 Euro und sonstiges Barvermögen von 100.000 Euro gibt es im Erbfall eigentlich nur zwei Varianten.

  1. Verkauf der Immobilie
    In diesem Fall kann nach dem Verkauf das gesamte Vermögen an die Kinder aufgeteilt werden
  2. Eigennutzung der Immobilie durch ein Kind
    Diese Situation ist deutlich schwieriger, denn Kind 1 bezieht das Haus im Wert von 400.000 Euro. Kind 2 müsste in diesem Fall unmittelbar einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 150.000 Euro erhalten.
Erbschaftssteuer bei zwei Erben

Wenn einer den anderen ausbezahlen muss!

Um diese Situation zwischen den Kindern frühzeitig abzusichern, ist eine lebenslange Todesfallversicherung eine gute Lösung. Damit kann bspw. die Summe abgesichert werden, die Kind 2 an Kind 1 als Ausgleich für das Haus bezahlen müsste. Im Falle der Erbschaft muss weder das Haus verkauft noch ein Darlehen aufgenommen werden.

Vorteile einer lebenslangen Todesfallversicherung
  • Keine finanzielle Lücke im Erbschaftsfall
  • Frühzeitige Absicherung und Klärung der Zukunft
  • Gerechte Aufteilung des Erbes

Mit einer lebenslangen Todesfallversicherung können Erblasser oder Erben sich vor einer hohe Erbschaftssteuer schützen. Sind bspw. mehrere Immobilien im Familienbesitz, wird durch die Erbschaft sofort eine hohe Summe an den Fiskus fällig. Mit einer rechtzeitigen Absicherung dieser Steuerforderung kann der Verkauf einer Immobilie oder die Aufnahme eines hohen Darlehens vermieden werden.

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Erbschaftssteuer umgehen – Schenkungssteuer vermeiden

Durch die aktuelle Regelungen des Erbschaftsteuergesetzes gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie auf legale Art und Weise die Steuerlast bei Erbschaft oder Schenkung reduziert werden kann.

7 Tipps zur Reduzierung von Erbschafts- und Schenkungssteuer

  1. Schenkungsfreibetrag alle 10 Jahre nutzen
  2. Umwandlung von Privatvermögen in Firmenvermögen
  3. Durch Heirat oder Adoption dem Erben eine günstigere Steuerklasse und einen höheren Freibetrag zuweisen
  4. Trennungslösung beim „Berliner Testament“ – Teilung der Vermögensmasse
  5. Vermögen als Immobilie vererben – Steuerbefreiung bei 10 Jahren Eigennutzung bzw. niedrigerer Kapitalwert bei Nießbrauchrecht
  6. Aufteilung des Vermögens auf beide Ehepartner vor Schenkung – doppelter Freibetrag für die Kinder
  7. Nutzung von Lebens- und Rentenversicherungen mit niedriger Besteuerung

Immobilien sind eine interessante Lösung, wenn es um Erbschaft oder Schenkung geht. Wird ein Haus an den Ehegatten oder die Kinder vererbet, ist das Haus von der Erbschaftssteuer befreit, wenn der Erbe mindetens 10 Jahre das Haus als ‚Familienheim‘ selbst nutzt. Die Höhe des Immobiienwertes spielt dabei keine Rolle – bei Kindern ist lediglich darauf zu achten, dass nur Wohnungn und Häuser bis maximal 200m² Wohnfläche von der Steuer ausgenommen sind.

Ähnlich interessant ist die Verlagerung des Vermögens in das Betriebsvermögen. Hier sind je nach Entscheidung 85 bzw. 100 Prozent unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei.

Am einfachsten ist dabei sicherlich die erste Variante: Dabei wird der Schenkunssteuerfreibetrag einfach alle 10 Jahre ausgenutzt. Bspw. unter Geschwister kann somit ein Vermögen von 40.000, 60.000 oder 80.000 Euro steuerfrei übertragen werden, während im Erbschaftsfall der Freibetrag lediglich bei 20.000 Euro liegt und für alle darüber die Erbschaftsteuer anfällt.

Ein kleiner Haken ist bei einer Übertragung durch Schenkung jedoch zu beachte – das Vermögen ist sofort an die beschenkte Person übergegangen und der Schenker hat keinerleit Einfluss mehr auf die Verwendung des Geldes. Eine gute Lösung für dieses problem bieten spezielle Lebens- und Rentenversicherungskonzepte.

Vermögen clever vererben und verschenken

Mit einer Renten- oder Lebensversicherung lässt sich Vermögen bereits zu Lebzeiten intelligent übertragen. Sparen Sie bis zu 100 Prozent der Schenkungssteuer und behalten Sie die Kontrolle über das verschenkte Vermögen. Reduzieren Sie bereits jetzt die Hohe Erbschaftssteuerlast Ihrer Erben.

Tipp 1: Mit Sofort-Rente bis zu 70% Schenkungsteuer sparen

Situation: Karl (70) möchte seinem Sohn Sebastian (40) bereits zu Lebzeiten sein Vermögen übertragen. Dabei liegen 100.000 Euro oberhalb des gesetzlichen Schenkungssteuer-Freibetrages.

Variante 1: Schenkung der 100.000 Euro. Für Sebastian, als Kind in Steuerklasse 1, fallen 11% Schenkungsteuer an.

Die bessere Variante: Übertragung der 100.000 Euro durch Anlage in eine Sofort-Rente. Während der ersten beiden Jahre bleibt Karl der Versicherungsnehmer – danach wird Sebastian als Versicherungsnehmer eingetragen und erhält die monatliche Rente sowie beim Tod von Karl die vereinbarte Todesfallleistung.

Vorteile der Sofort-Rente: Im Vergleich zu Schenkung unterliegt die Rente einer deutlich günstigeren Besteuerung, da nur der Kapitalwert und nicht der gesamte Betrag herangezogen wird. In diesem Beispiel sinkt die Schenkungssteuer von 11.000 Euro auf 3.246,31 Euro. Die Todesfallleistung bleibt nach Übertragung auf sebastian komplett steuerfrei.

Erbschaftssteuer durch vorzeitige Schenkung reduzieren
Vorteile einer Sofort-Rente
N N

70 % Schenkungssteuer-Ersparnis möglich

N N

Keine Steuer für die Todesfallleistung

N N

Übertragung des Vermögens bereits zu Lebzeiten mit gutem Gefühl

Tipp 2: Schenkung mit Rentenversicherung

Situation: Käthe (50) möchte ihrer Nichte Elena (23) bereits zu Lebzeiten einen Teil ihres Vermögens – 100.000 Euro – schenken. Käthe möchte jedoch gerne noch mitbestimmen, wofür Elena das Geld verwendet.

Variante 1: Schenkung der 100.000 Euro. Bei einem Freibetrag von 20.000 Euro wird die Schenkungssteuer für 80.000 Euro fällig. Das sind bei 20 Prozent in Steuerklasse 2 insgesamt 16.000 Euro. Es kommen also nur 84.000 Euro bei Elena an. Zusätzlich hat Käthe keine Mitsprache bei der Verwendung.

Die bessere Variante: Abschluss einer Rentenversicherung über 100.000 Euro mit zwei ‚Versicherungsnehmern‘ zu unterschiedlichen Anteilen. Zunächst ist Käthe mit 80% und Elena mit 20% – entsprechend dem Freibetrag von 20.000 Euro – eingetragen.

Alle 10 Jahre werden weitere 20% bzw. 20.000 Euro an Elena übertragen. So fällt keine Schenkungssteuer an. Käthe hat zudem ein Mitspracherecht, falls Elena das Geld verwenden möchte.

Schenkungssteuer vermeiden
Vorteile einer Rentenversicherung
N N

Keine Schenkungssteuer durch clevere Übertragung

N N

Flexible Geldentnahme möglich (ab 6. Jahr)

N N

Kontrolle über Verwendung des geschenkten Vermögens

Tipp 3: Vererbung mit einer Todesfallversicherung

Situation: Daniel (55) besitzt 500.000 Euro und möchte dies später einmal seinem Neffen Paul (20) vererben. Bis zu seinem Tod möchte Daniel aber die Kontrolle über das Geld und die Möglichkeit haben, noch einen anderen Erben einzusetzen.

Variante 1: Daniel legt die 500.000 Euro auf einem Sparbuch an. Er bekommt zwar kaum Zinsen, hat aber den vollen Zugriff. Nach seinem Tod erbt Paul das Vermögen. Als Neffe beträgt sein Freibetrag 20.000. Die Erbschaftssteuer auf die restlichen 480.000 (+Zinsen) beträgt 30%. Paul erhält als Erbe nach Abzug der Steuer also 356.000 Euro.

Die bessere Variante: Daniel entscheidet sich für den Abschluss einer Todesfallversicherung. Je nach tatsächlichem Tod von Daniel ergibt sich diese Situation:

Vermögen clever übertragen und Erbschaftssteuer sparen
Todesfall sofort nach Abschluss der Versicherung
Todesfallleistung (garantiert)
– Erbschaftssteuer 30%
=Todesfallleistung nach Erbschaftssteuer
566.408 Euro
163.922 Euro
402.485 Euro
Todesfall nach 17 Jahren
Todesfallleistung (garantiert)
+ zzgl. Leistung aus Versicherung
= Todesfallleistung Gesamt
– Erbschaftssteuer 30%
=Todesfallleistung nach Erbschaftssteuer
566.408 Euro
141.123 Euro
707.531 Euro
206.259 Euro
501.272 Euro
Todesfall nach 32 Jahren
Todesfallleistung (garantiert)
+ zzgl. Leistung aus Versicherung
= Todesfallleistung Gesamt
– Erbschaftssteuer 30%
=Todesfallleistung nach Erbschaftssteuer
566.408 Euro
358.344 Euro
924.752 Euro
271.426 Euro
653.326 Euro

*Die Berechnung der Todesfallleistung basiert auf dem Mustertarif Condor C01 Compact. Die zzgl. Leistungen aus der Versicherung sind nicht garantiert. Bei der Berechnung der Erbschaftssteuer wurde ein Freibetrag von 20.000 Euro und ein Steuersatz von 30 Prozent zugrunde gelegt.

Bei der Übertragung von Vermögen mit einer Todesfallversicherung wird die Erbschaftssteuer nicht zwangläufig reduziert, sondern Sie erhöhen durch intelligente Anlage den gesamten Vermögenswert. Das Reinvermögen des Erbes steigt deutlich im Vergleich zum Parken des Geldes auf einem Sparbuch. Zusätzlich bewahren Sie sich volle Flexibilität, da die begünstigte Person jederzeit geändert werden kann und ab dem 6. Jahr Zugriff auf das Geld existiert.

Vorteile einer Rentenversicherung
N N

Vermögensaufbau durch Garantieleistung

N N

Sichere Kapitalanlage mit höherer Verzinsung als im Sparbuch

N N

Hohe Flexibiität und Kontrolle

Besonderheiten bei Schenkung und Schenkungssteuer

Obwohl die Schenkung ebenfalls im Erbschaftssteuergesetz in Deutschland geregelt ist, gibt es einige Unterschiede, die es zu beachten gilt.

Welche Schenkungssteuer-Freibeträge gibt es?

Grundsätzlich sind die Freibeträge für Schenkungen dieseben wie für Erbschaft. Allerdings gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Den Versorgungsfreibetrag wie bei der Erbschaftssteuer gibt es bei der Schenkungssteuer nicht. Ebenso gilt für Eltern, Großeltern und Urgroßeltern im Falle einer Schenkung eine andere Steuerklasse.

Anstatt in Steuerklasse 1 erfolgt die Besteuerung nach den Sätzen der Klasse 2, die einige Prozentpunkte höher sind. Der Freibetrag ist reduziert von 100.000 Euro im Falle einer Erbschaft auf 20.000 Euro bei Schenkungen.

Kettenschenkung – Freibeträge optimal ausnutzen

Wollen Großeltern den Enkelkindern etwas zukommen lassen, sind 200.000 Euro steuerfrei. Erfolgt die Schenkung zunächst an die eigenen Kinder und erst im zweiten Schritt an die Enkelkinder, ist der Freibetrag jeweils 400.000 Euro. Diese Form wird als Kettenschenkung bezeichnet. Allerdings sollte eine gewisse ‚Schamfrist‘ eingehalten werden, ehe die Schenkung an die Enkelkinder weitergegeben wird.

Eine detaillierte Übersicht über die Freibeträge nach dem Erbschaftssteuergesetz finden Sie hier: Freibeträge Erbschaft und Schenkung.

Muss die Schenkung dem Finanzamt gemeldet werden?

Ja – ebenso wie das Erbe muss auch die Schenkung dem Fiskus mitgeteilt werden. Die Frist beträgt ebenfalls drei Monate und ist sowohl vom Beschenkten als auch vom Schenkenden einzuhalten. Es müssen also eine Meldung jeder Person beim jeweils zuständigen Finanzamt eingehen.

Inhalt der Meldung an das Finanzamt sind:

  • Namen Schendender und Beschenkter
  • Persönliches Verwandtschaftsverhältnis
  • Gegenstand des Geschenkes (bspw. Haus, Bargeld, Kunstwerk)

Die Meldung an den Fiskus kann entfallen, wenn die Schenkung durch einen Notar beurkundet wurde. In diesem Fall wird der Notar automatisch die Meldung an die zuständigen Behörden in die wege leiten.

In vielen Fällen ist bei einer Schenkung ein Notar von Gesetzes wegen erforderlich, bspw. bei der Überschreibung einer Immobilie. Die Kosten des Notars richten sich nach dem Wert der Schenkung.

Formular für die Schenkungssteuer-Erklärung

Das Finanzamt besteht auf Abgabe einer speziellen Schenkungsteuererklärung. Die Vorlage erhalten Sie bei der Behörde. Falls der Notar den Fiskus über die Schenkung unterrichtet, können Sie auf die Aufforderung des Finanzamtes warten. Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung beträgt dann mindestens einen Monat.

Wie ist die Schenkungssteuer bei Immobilien?

Hier liegen einige Unterschiede im Vergleich zur Erbschaftssteuer. Während Eheleute ebenso wie bei der Erbschaft sehr gut gestellt sind, gibt es für Kinder einige Einschnitte.

Schenkung unter Eheleuten steuerfrei!

Unter Eheleuten kann eine Immobilie unabhängig von Wert und Größe verschenkt werden – steuerfrei. Anders als bei der Erbschaftssteuer, wo zusätzliche eine zehnjährige Frist zur Eigennutzung gilt, gibt es diese Regelung bei Schenkungen von Immobilien nicht. Selbst Auslandsimmobilien (innerhalb der EU) können so übertragen werden. Wichtig dabei ist lediglich, dass die Immobilie das ‚Familienheim‘ zum Zeitpunkt der Schenkung ist.

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Immobilie kann nach der Schenkung vor Ablauf der zehnjährigen Frist veräußert werden. Für den beschenkten Ehegatten kann es somit auch wie eine steuerfrei Bergeldschenkung umgesetzt werden.

Schenkung einer Immobilie an Kinder

Für Kinder gibt es keine Vergünstigungen bei der Schenkungssteuer für die selbst genutzte Immobilie. Es gilt der gewöhnliche Freibetrag von 400.000 Euro alle 10 Jahre. Allerdings senkt die Aufnahme eines Nießbrauchsrechtes den Kapitalwert der Immobilie.

Nießbrauch bedeutet, dass der schenkende Elternteil das Wohnrecht oder das Recht auf Mieteinnahmen behält oder auch bei einer Veräußerung der Immobilie mit proftiert. Daraus ergeben sich gleich zwei Vorteile. Einerseits wird die Schenkungssteuer reduziert, da das Wohnrecht den Kapitalwert der Immobilie deutlich reduziert. Andererseits ist es ein zusätzlicher Schutz für den Schenkenden, da somit nicht sämtliche Rechte an der eigenen Immobilie abgegeben werden.

Schenkungssteuer legal vermeiden

Bei bestimmten Konstellationen lässt sich die Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer reduzieren oder vermeiden. Jedoch sollte hier keinesfalls vorsätzlicher Missbrauch durchgeführt werden, ansonsten verlangt das Finanzamt im Anschluss nachträglich die Steuer.

Beispiel 1: Ein Immobilie im Wert von 1.000.000 soll an ein Kind geschenkt werden. Egentümer ist aktuell ein Elternteil. Bei einer direkten Schenkung würde ein Freibetrag von 400.000 Euro gelten und für 600.000 Euro würde Erbschaftssteuer fällig. Wird zunächst die selbst genutzte Immobilie steuerfrei zur Hälfte an den Ehegatten geschenkt, besitzen beide Elternteile einen Wert von 500.000 Euro.

Wir die Immobilie nun an an das Kind geschenkt, gilt je Elternteil der Schenkungssteuerfreibetrag von 400.000 Euro. Es blieben am Ende lediglich 200.000 Euro als steuerrelevante Schenkung.

Beispiel 2: Die genannte Immobilie soll nicht nur an das Kind, sondern ebenfalls an dessen Ehepartner (also den Schwiegersohn oder die Schwiegertochter) gehen. Der Steuerfreibetrag der Schwiegerkinder liegt lediglich bei 20.000 Euro. Eine Hohe Schenkungssteuer würde anfallen.

Es empfielt sich, die Schenkung nur an das eigene Kind durchzuführen. Unter Eheleuten kann die Hälfte der selbst genutzten Immobilie anschließend steuerfrei weiterverschenkt werden. Allerdings gilt zu beachten: Es darf keine Bedingung der Weiterschenkung existieren oder an die Schenkung geknüpft sein. Ansonsen wäre es ein versuchter Steuerbetrug und der Tatbestand der Kettenschenkung wäre erfüllt. Nach der Schenkung an das eigene Kind kann dieses mit der Immobilie tun, was es möchte. Also entweder Weiterverschenken oder darauf verzichten. Dies liegt alleine in seiner/ihrer Verantwortung.

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